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1.7.2010
LIBERATION FORMULA.
Der Grundwert der Freiheit gibt künstlerisch, gesellschaftlich
und politisch das zentrale Thema der diesjährigen donumenta
2010 vor. Jetzt steht das Veranstaltungsrogramm: Unter dem Titel
„Liberation Formula.“
„Die Formel für die Freiheit“ erstreckt sich ab
16. September 2010 bis 6. November 2010 eine hochkarätige Kunstausstellung
über sechs Museen, Galerien und mehrere andere Orte in Regensburg.
Knapp 30 junge im Boot mit bereits national und international avancierten
ungarischen KünstlerInnenn raunen, verdichten, erzählen,
konfrontieren und verarbeiten in ihren Werken, was sie ästhetisch
und politisch bewegt.
Ergänzt um 15 Konzerte, Lesungen, Vorträge, eine Filmwoche,
in der täglich zwei Filme aus Ungarn gezeigt werden, und Tanz-
und Theatergastspiele in Kooperation mit regionalen Kulturveranstaltern
und Instituten, verwandelt die donumenta 2010 Regensburg
so für die Dauer von sechs Wochen in eine vitale Plattform,
auf der sich herausragende Kunst und Ästhetik mit ihren BeobachterInnen
trifft.
Feierlich eröffnet wird die donumenta 2010 am Donnerstag,
16. September um 19.30 Uhr in Regensburg in der Minoritenkirche.
Das ausführliche Programm gibt es hier:
[Programm donumenta 2010]
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14.5.2010
Die donumenta 2010 hat begonnen. Die ersten Künstlerinnen
und Künstler aus dem diesjährigen Gastland Ungarn sind
in der Oberpfalz angekommen.
Attila Csörgö, international herausragender Avantegarde-Künstler,
und die renommierte Zeichnerin Kamilla Szij sind bis Ende Mai Stipendiaten
des Internationalen Künstlerhauses Schwandorf – und haben
vor wenigen Tagen für einen kurzen Moment die Türen zu
ihren Ateliers geöffnet.
Csörgö vertritt einen strengen, strategischen Ansatz in
seiner
weltweit gefragten Kunst. Charmant erzählt der 45-jährige
von neuen Multiples, die er wahrscheinlich in die Regensburger Ausstellungen
fließen lassen wird. Er wird sie in den folgenden
Wochen mittels einer von ihm entwickelten Spezialkamera entstehen
lassen. Seine kinetischen Skulpturen, Installationen und Fotografien
verblüfften dabei bisher als Choreografien des Augenblicks.
Gleichzeitig forderten sie auf, in die tiefe geistig-philosophische
Auseinandersetzung des Künstlers mit Raum und Zeit einzutreten.
„Ich will hinter die Grenzen unser traditionellen Vorstellung
von Wirklichkeit und andere Ordnungen zeigen“, erläuterte
Attila Csörgö. „Die Bedeutung seiner Werke liegt
nicht im Objekt, sondern darin, was wir sehen“, erläuterte
Regina Hellwig-Schmid vor Ort.
Kamilla Szij: Im offenen Prozess
Ein System etabliert auch die Zeichnerin Kamilla Szij in ihren Werken.
Ausgehend von der Technik der Radierung sucht sich seit vielen Jahren
erfolgreich nach einem performativen Ansatz, der den Prozess des
Zeichnens von traditionellen Werk- und Schöpfervorstellungen
löst. Bekannt wurde sie für ihre dicht mit dem Bleistift
bearbeiteten Großformate und Rollbücher, die bewegte
Ströme, Kurven und Massenbildungen sichtbar machen. Während
ihres Stipendiums experimentiert die 53-Jährige mit Reihungen
und Entwicklungen fester abstrakter Formen in beständiger Wiederholung.
„Das sind offene Prozesse, die sehr spannend sind.
Was macht ein System von Zeichen auf dem Papier, das ich nach vorher
festgelegten Regeln fortsetze? – Es löst sich auf oder
führt scheinbar ins Chaos“, berichtet die still wirkende
Künstlerin, die zwischen 1983 und 1986 an der Hochschule für
Gestaltung in Offenbach studierte. Das Ergebnis ihres aktuellen
künstlerischen Forschungsprozesses wird ebenfalls Teil der
Ausstellung im Kunstforum Ostdeutsche Galerie sein.
Balazs Kicziny: dicht komponierte räumliche Anordnungen
Balazs Kicziny zählt derzeit zu den Aufsehen erregenden zeitgenössischen
Künstlern aus Ungarn. Er schafft lebensgroße Settings
und Konstellationen aus Figuren, die bewegungslos in einer dicht
komponierten räumlichen Anordnung zueinander ein Bündel
an Emotionen und Eindrücken hervorrufen. Der Künstler,
Dozent und Autor, der seit 2008 Mitglied der Ungarischen Akademie
der Künste ist, wird erstmals die Minoritenkirche für
die donumenta 2010 erobern.
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| 2.5.2010
Denker, Forscher und Tüftler - Arbeit im und mit dem Grenzbereich
von Kunst, Bewegung und Wissenschaft.
Eine hell strahlende, filigrane Kugel aus Licht schwebend vor schwarzem
Hintergrund. In der Mitte ein gleißendes auf sich selbst verweisendes
Zentrum. „Spherical Vortex“ –„Kugelförmiger
Wirbel“ nennt der ungarische Avantgarde-Künstler Attila
Csörgö die kinetische Konstruktion: eine optische Täuschung.
1999 ließ er sie erstmals aus drei unterschiedlich schnell
rotierenden Lichtquellen entstehen. Ihr Abbild, Darstellung eines
unendlich wirkenden
Moments des scheinbaren Stillstands, ist seitdem zu einer Art Signatur
des international beachteten Werks Csörgös geworden. Als
ersten Künstler hat Regina Hellwig-Schmid den 1965 geborenen
ungarischen Künstler zu Beginn des Jahres für die Kunstausstellungen
der donumenta 2010 –Ungarn gewonnen. Hellwig-Schmid: „Csörgö
markiert einen künstlerischen Horizont, der signifikant ist
für ein aktuelles Denken ungarischer Künstler: nämlich
die Arbeit im und mit dem Grenzbereich von Kunst, Bewegung und Wissenschaft.
Wie ein Denker und ein Ingenieur befragt und entwickelt er Phänomene
in ihrem Verhältnis zu Raum und Zeit und experimentiert dabei
mit Stillstand, Bewegung und Beschleunigung. Wissenschaftliches
Experiment und Alltagserfahrung verbinden sich bei ihm auf faszinierende
Art und Weise“. Attila Csörgö wurde 2008 mit dem
wichtigsten deutschen Medienkunstpreis, dem Nam Paik Award
ausgezeichnet. Das Ludwig Museum – Museum für zeitgenössische
Kunst in Budapest widmet Attila Csörgö nach seinem Beitrag
für
die Ausstellung der donumenta 2010 im Kunstforum Ostdeutsche Galerie
(19.9. bis 31.10.2010) im Spätherbst 2010 eine Einzelausstellung.
donumenta 2010 präsentiert aktuelles Kulturschaffen
Ungarns in Regensburg vom 16. September bis 31. Oktober 2010.
Das ausführliche Programm finden Sie ab Juli 2010 hier auf
der Website unter [Programm].
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Attila Csörgö 'Spherical Vortex'
Photo: Attila Csörgö |
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