30.08.2014

Gefeiert: Die donumenta bei den Danube Dialogues 2014 in Novi Sad

Donnerstag Abend wurde im Museum of Contemporary Art of Vojvodina in Novi Sad die Wanderausstellung „14 x 14 – Vermessung des Donauraumes. – Momentaufnahmen. - Fotografische Postionen“ eröffnet. Bei vollem Haus wurde die donumenta als Kunstereignis der „Danube Dialogues 2014“ gefeiert.

Foto Andrea Palasti
Foto Alexandra Karabelas
Foto Alexandra Karabelas
Foto Alexandra Karabelas
Foto Alexandra Karabelas
Foto Alexandra Karabelas

Hell erleuchtet strahlte am Donnerstag Abend das kubistische Museumsgebäude in direkter Nähe zur schmucken Fußgängerzone in Novi Sad. Knapp 200 Besucherinnen und Besucher strömten die Treppe in den ersten Stock hinauf, wo sich auf über 300 Quadratmetern die donumenta-Ausstellung ausbreitet.

Im Beisein von Sanja Kojić Mladenov, der Direktorin des Museums of Contemporary Art of Vojvodina, und Vesna Latinović, der künstlerischen Leiterin des Festivals „Danube Dialogues 2014“, erläuterte Regina Hellwig-Schmid das einzigartige Konzept der Ausstellung. Mit individuell erstellten fotografischen Sichtweisen renommierter bildender Künstler und eines Fotografen auf ihr Herkunftsland in der 14 Länder umfassenden Donauregion schaffe die Ausstellung „ 14 x 14“ eine „ästhetische Landkarte“ Ost- und Südosteuropas sondersgleichen. Sie ermögliche ein vielfältiges Konglomerat an Einsichten, Einblicken, Bezügen und Verzweigungen aktueller, die Menschen unmittelbar betreffenden Themen in der Makroregion. Die donumenta schenke ihr Ohr intensiv den Kunstszenen vor Ort.

Dr. Matthias Müller-Wieferig, Leiter des Goethe-Instituts Belgrad, hob in seiner Rede hervor: „Die donumenta wirkt nicht nur als Förderin von Kunst und Kultur in Serbien, sondern auch als Kulturbotschafterin von Regensburg, die für die Belange der Kunst- und Kulturentwicklung in Serbien ein geeigneter Partner aus Bayern ist.“

Sanja Kojić Mladenovic betonte schließlich im Gespräch mit der donumenta, wie sich gerade auch die autonome Region der Vojvodina in den Aktivitäten der donumenta spiegele: „ Die Vojvodina beherbergt viele verschiedene Nationen in Europa. Die Donau, die fast an unserem Museum vorbeifließt, ist das verbindende Glied. Insofern bildet das Selbstverständnis der donumenta aus Regensburg eine Spiegelfläche unseres Selbstverständnisses als europäischer Donauregion."

Mit neuen Werken standen gestern auch Biljana Djurdjević und die Nachwuchskünstlerin Andrea Palašti im Zentrum der Ausstellung. Djurdjević hat ihr großfomatiges Gemälde „Dark Is The Forest“ aus dem Jahr 2012 filmisch neu entwickelt und konfrontiert den Betrachter nun mit einer überdimensionalen, zweiteiligen Videoprojektion. Biljana Djurdjević: „Der dunkle Wald ist eine Allegorie unserer Innenwelt, in der wir ständig leben, ungeachtet von Raum und Zeit. Er repräsentiert das, worauf wir hoffen und wovor wir uns fürchten und was vor uns verborgen ist. Zweifel, Ängste und Hoffnungen formen und schaffen diese innere Welt, in der sich die Emotionen entzünden, über die wir uns oft hinwegtäuschen.“

Den Eingangsbereich der donumenta-Ausstellung beherrscht die Installation der 1982 geborenen und in Novi Sad lebenden Künstlerin Andrea Palašti. Sie stellte das Thema der Familie ins Zentrum ihrer Arbeit und überzeugt damit auf berührende Weise. Insgesamt umfassen die „Danube Dialogues 2014“ zwölf Ausstellungen. Neben der Ausstellung der donumenta sind zahlreiche künstlerische Positionen aus acht von neun Donau-Anrainer-Staaten in verschiedenen Galerien der Stadt verteilt. Ein Symposium, ein performatives Thinktent nach einer Idee von Natasha Cica sowie eine weitere Performance runden das Programm des noch bis 24. September dauernden Ausstellungsprogramms ab.