29.05.2014

Mehr Wertschätzung für die Künstler

Dicht besetzt waren die Stuhlreihen im Edwin Scharff-Museum Neu-Ulm, als die donumenta dort vergangenen Freitagabend ihren Ausstellungsreigen durch die Länder des Donauraumes eröffnete. Wertschätzung für die Künstler lautete der Wunsch von Regina Hellwig-Schmid.

Borsos Lörinc, Regina Hellwig-Schmid, Dr. Merk, Dr.Gutbrod, Julian Palacz
Abendstimmung am Edwin Scharff Museum
Julian Palacz - Surveillance Studies

Im Beisein von Dr. Beate Merk, Staatsministerin für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen, sowie Dr. Helga Gutbrod, Leiterin der Städtischen Sammlungen Neu-Ulm, stellte Regina Hellwig-Schmid die einzelnen Werke der Ausstellung „14 x 14 — Vermessung des Donauraumes. — Momentaufnahmen. — Fotografische Positionen“ vor.

Im Zentrum des Interesses standen unter anderem der aus Ungarn stammende Künstlerzwilling Borsos Lőrinc sowie der österreichische Medienkünstler Julian Palacz. Beide bespielten zusätzlich zu den insgesamt 26 teils großformatigen Momentaufnahmen als special guests eigene Räume.

Palacz platzierte dabei, neben seinem 2010 geschaffenen Werk „Algorithmic Search For Love“ unter dem Titel „Surveillance Studies #1“ computergenerierte Zeichnungen, die Bewegungsmuster der Aufzeichnungen von Überwachungskameras nachvollziehen.

In irritierend überzeugendem Verhältnis dazu stehen die kleinformatigen, botanischen Malereien von Borsos Lőrinc, die motivisch jene Blumensorten ins Bildzentrum stellten, die symbolisch in engem Zusammenhang mit Diktaturen, Umwälzungen und Revolutionen stehen.

„Wertschätzung für den Künstler zu schaffen, in seinem Herkunftsland und über die Grenzen hinaus, dafür setzt sich die donumenta ein“, so Regina Hellwig-Schmid.

14 x 14: Vermessung des Donauraumes. Fotografische Positionen
17. Mai bis 3. August 2014, Eröffnung am 16. Mai 2014 um 19 Uhr
Edwin Scharff-Museum 2014, Petrusplatz 4, 89231 Neu-Ulm www.edwinscharffmuseum.de