05.02.2014

Für die Forschung

Die donumenta übergab ihr umfangreiches Archiv der Universität Regensburg und dem Wissenschaftszentrum Ost- und Südosteuropa Regensburg (WiOS)

Übergabe der Schenkung durch Regina Hellwig-Schmid

Drei Meter, schätzte Dr. Andreas Becker, Leiter des Archivs der Universität Regensburg, vergangene Woche. So lang dürfte die Strecke werden, reiht man das gesamte Archivmaterial der donumenta aus den zurückliegenden dreizehn Jahren aneinander. Unschätzbar dürfte hingegen der Wert der rund 400 Bücher, Kataloge, seltenen Schriften und Ordner mit Akten und Korrespondenzen internationaler Künstler, Kuratoren und Akteuren in Politik, Wirtschaft und Verwaltung in den Ländern des Donauraumes für zukünftige Forschungszwecke sein. „Die Akten spiegeln die Makroregion des Donauraumes im zurückliegenden Jahrzehnt tiefgreifender und aktuell anhaltender Transformation“, betont Tillmann Tegeler, der am WiOS eine der größten Bibliotheken zu Osteuropa leitet. Prof. Jürgen Jerger, Direktor des Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung, sieht ein breites Interesse an dem zukünftigen Bestand: „Wir sind dankbar für die Schenkung der donumenta an unser Zentrum. Sowohl die Scientific Community als auch die breite Öffentlichkeit werden hier zu unterschiedlichen kulturwissenschaftlichen Fragestellungen  fündig werden.“  Prof. Ulf Brunnbauer, ebenfalls Direktor am WiOS, betonte in diesem Zusammenhang den Wert der bibliothekarischen Erfassung des donumenta-Archivs: „Noch gibt es in einigen Ländern im Donauraum keinen funktionierenden Buchvertrieb. Viele der Werke aus der Schenkung werden  daher nur bei uns auffindbar sein.“ Regina Hellwig-Schmid, die die letzten Dokumente des donumenta-Bestands vergangene Woche an das Universitätsarchiv Regensburg und die Bibliothek des WiOS übergeben hat, sieht nach der Übergabe des donumenta-Archivs Freiraum für Neues: „Die donumenta wird sich weiterhin in der EU-Donauraumstrategie engagieren. Denn der Blick des Künstlers auf die Gegenwart ist essentiell: Er spiegelt sie unmittelbar und direkt.“ Gefördert wird die Archivierung mit Mitteln der Bayerischen Staatsregierung. Die Kataloge und Publikationen werden im Institut für Ost- und Südosteuropaforschung untergebracht. Der gesamte Schriftverkehr, Pressematerial und eine Vielzahl an Originaldokumenten werden vom Universitätsarchiv erschlossen und aufbewahrt.