| Südost-Institut
Dr. Konrad Clewing, stellvertretender Direktor
Das Südost-Institut setzt sich in seinen Forschungsvorhaben,
Publikationen und Veranstaltungen mit Geschichte, Kultur und Landeskunde
sowie Gegenwartsfragen Südosteuropas und seiner Länder
auseinander.
1930 in München gegründet, hat das vom Freistaat Bayern
getragene Institut seit 2007 seinen Sitz in Regensburg. Dort bildet
es zusammen mit zwei Partnereinrichtungen und unter Mitarbeit der
Universität das Wissenschaftszentrum Ost- und Südosteuropa
Regensburg. Zu rund 200 Kooperationspartnern vor allem im südöstlichen
Europa pflegt es wissenschaftliche Kontakte.
Der regionale Arbeitsbereich umfasst – unter einem Schwerpunkt
auf den wechselseitigen Beziehungen und Verflechtungen – die
Gebiete von Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Griechenland,
Kosovo, Kroatien, Makedonien, Republik Moldau, Montenegro, Rumänien,
Serbien, Slowakei, Slowenien, Ungarn und Zypern sowie von Teilen
der Türkei und der Ukraine. In historischer Perspektive treten
die Großreiche von Byzanz, der Osmanen und der Habsburger
hinzu.
Das Südost-Institut gibt zwei Zeitschriften und eine Schriftenreihe
heraus, die in der internationalen Fachwelt hohe Anerkennung genießen:
Die Südost-Forschungen publizieren als historisches Jahrbuch
Forschungsaufsätze und sind das wichtigste Rezensionsorgan
des Faches (2008 im 67. Jahrgang). Die Zeitschrift Südosteuropa
nimmt vierteljährlich zum aktuellen Geschehen Stellung (2008
im 56. Jahrgang). Die Südosteuropäischen Arbeiten bieten
grundlegende Monographien und Sammelbände zu Geschichte und
Gegenwart der Region (bislang 135 Bände).
In Bearbeitung befindet sich eine einbändige Geschichte Südosteuropas,
die ein breites, politisch interessiertes und studentisches Publikum
ansprechen soll und in Kooperation mit den Universitäten Wien
und Regensburg erarbeitet wird. Weitere laufende Projekte betreffen
etwa die Herrscherreisen der Habsburgerkaiser von Joseph II. bis
Franz Joseph I., die bayerische Regentschaft in Griechenland, die
Mitarbeit an den World Affairs Online oder eine Datenbank zur aktuellen
Ethnopolitik in Südosteuropa (ethnodoc).
Neue Tätigkeitsschwerpunkte in Regensburg bilden öffentliche
Veranstaltungen und die dauerhafte Unterstützung des universitären
Lehrangebots. Gastwissenschaftler und Praktikanten werden am Institut
gern aufgenommen und betreut.
Ein besonderer Schwerpunkt des Südost-Instituts liegt auf
seiner wissenschaftlichen Spezialbibliothek (ca. 150.000 bibliographische
Einheiten und Sondersammlungen: Tageszeitungen, alte Karten, Kleinschriften).
Die Bibliothek ist öffentlich und wendet sich an das wissenschaftliche,
studentische und interessierte Publikum. Durch die räumliche
Zusammenlegung mit den Bibliotheken des Osteuropa-Instituts und
des Instituts für Ostrecht ist eine Sammlung von 350.000 Titeln
entstanden. Sie bildet, neben den Staatsbibliotheken in München
und Berlin, eine der international größten Spezialbibliotheken
zum östlichen Europa.
info@suedost-institut.de
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