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Theater - Freies Theater Joseph Berlinger
 

Der in Regensburg lebende Autor arbeitet seit Mitte der
80er Jahre auch als freier Regisseur. Für heftige Diskussionen sorgte sein „Dollingerspiel“, gezeigt
1995 und 1997 auf dem Haidplatz in Regensburg vor insgesamt 15.000 Zuschauern. „Das altchristliche Propagandastück wurde gegen den Strich gebürstet und in einer umstritten-bejubelten Inszenierung als effektvolles Open-Air-Spektakel aufgeführt“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung).
In den drei Sommern 1998 bis 2000 inszenierte Berlinger für das „Theater im Hesperidengarten“ drei amouröse Stücke, eine „Trilogie der theatralischen Lieben“. Auf Georg Büchners „Leonce und Lena“ folgte „Werther Goethe / Lektionen in Liebe“ und schließlich Gombrowicz´ „Yvonne, die Burgunderprinzessin“.
In den Jahren 1997 bis 1999 entstand auch Berlingers erster abendfüllender Film, der in der Regensburger Filmgalerie „Leerer Beutel“ und im Museum Moderner Kunst in Passau uraufgeführt wurde: „Der Damenherr. Die Heimsuchung des Alfred Kubin“. „Eine eigene, ruhige und doch spannende Ästhetik und Kunstsprache wird hier entwickelt“ (Edith Rabenstein in der Passauer Neuen Presse).
Für die Millenniumsfeierlichkeiten der Stadt Regensburg
inszenierte Berlinger im Juli 2000 in einem monumentalen
Steinbruchgelände „SFinX – Poesie der Apokalypse“, eine Theaterperformance mit vier Engeln, einem Prediger und einem Muldenkipper. „Ein mächtiger Kontrapunkt am bayerischen Festhimmel“ (Harald Raab in der Mittelbayerischen Zeitung). Nach der Uraufführung seiner neuen Version des Don- Juan-Stoffes im Hesperidengarten titelte die Süddeutsche Zeitung: „Don Juan im Haferfeld. Auf einem Gut nahe Regensburg feiert Joseph Berlinger Theatererfolge im Freien“. Im April 2004 widmete das renommierte, in Köln erscheinende Theatermagazin „Die deutsche Bühne“ dem Bally-Prell-Theaterabend von Joseph Berlinger zwei ganze Seiten. „Kunst kommt im Hesperidengarten so selbstverständlich, so leicht daher“, schreibt die Theaterkritikerin Eva Maria Fischer, „als sei es keine Kunst, Künstler zu sein …“.
Als mobile Gastspielproduktion konzipierte Joseph
Berlinger seine Inszenierung der „Pfarrhauskomödie“ des
Expressionisten und Exzentrikers Heinrich Lautensack. Nach der Premiere schrieb der Kritiker Franz Pegemeyer im „Neuen Tag Weiden“: „Das Publikum im Regensburger Turmtheater trampelte am Ende vor Vergnügen und wollte vor lauter Beseeltheit und tätiger Nächstenliebe die Akteure gar nicht mehr von der Bühne lassen …“
Sein Theaterprojekt „Die sieben Todsünden“ kam im Juli 2005 auf dem Gelände des romantischen Hesperidengartens“ vor den Toren Regensburgs zur Uraufführung. Im selben Jahr erschien auch Berlingers Buch „Das Meer muss ich sehen. Eine Reise mit Adalbert Stifter“ im Morsak Verlag. „Ein schönes, reiches, persönliches und informatives Buch. Vor allem mag ich die entschlossene und kluge Subjektivität …“ (Eva Demski) „Das Buch ist schön, phantasievoll gearbeitet und sehr entspannt, um nicht zu sagen relaxt …“ (Eckhard Henscheid) Im Frühjahr 2007 veröffentlichte der Regensburger Lohrbär Verlag ein Hörbuch von Joseph Berlinger: „Hoffnung Havanna. Die Odyssee
des Regensburger Kunstradfahrers Simon Oberdorfer“.
"Berlinger vermittelt mit seinem Text, ergänzt durch Interviews und Redeausschnitte von Nazi-Größen, ein spannendes und bedrückendes Bild vom Leben des Simon Oberdorfer, das zu einem Stück deutscher
Geschichte geworden ist." (Süddeutsche Zeitung)
Im Juli 2008 hatte Berlingers jüngstes Theaterstück, „Zum Koppenjäger“, eine Auftragsarbeit der Festspiele Europäische Wochen, im Theater an der Rott in Eggenfelden Premiere.