12.10.2014

Vortrag, Videokunst und Künstlergespräche: donumenta bringt „SHARE – Too Much History, MORE Future“ nach Regensburg

Kunst als Video, Gespräche mit Künstlern aus Bosnien-Herzegowina und die aktuelle Lage in der Ukraine interessiert die donumenta im November. Aus Anlass des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren präsentiert sie am Donnerstag, den 27. November 2014, im Kino im Andreasstadel gemeinsam mit dem Institut für Ost- und Südosteuropaforschung Regensburg und der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien das Europäische Kunst- und Kulturprojekt „SHARE – Too Much History, MORE Future“…

aus dem Film "Glück" von Šejla Kameri?

aus dem Film "Glück" von Šejla Kameri?

aus dem Film "Glück" von Šejla Kameri?

aus dem Film "Glück" von Šejla Kameri?

Im Zentrum stehen neue Videoarbeiten von Künstlerinnen und Künstlern aus Bosnien-Herzegowina, die zu einer Edition zusammengefasst worden sind. Ein wissenschaftlicher Vortrag von Dr. Alex Ryabchyn von der Donetsk National University in derUkraine geht nachdrücklich auf die aktuelle Lage ein .

Ins Leben gerufen wurde das Europäische Kunst- und Kulturprojekt „SHARE – Too Much History MORE Future“ vom Bundeskanzleramt Österreich. Kuratiert von Annemarie Türk ehemalige Bereichsleiterin von KulturKontakt Austria, waren insgesamt zwölf renommierte zeitgenössische Künstlerinnen und Künstlern aus Bosnien-Herzegowina eingeladen worden, das Video als künstlerisches Medium zu nutzen, um sich anlässlich des hundertjährigen Ausbruchs des Ersten Weltkiegs mit persönlichen und kollektiven Erinnerungen auseinanderzusetzen. Entstanden ist eine beeindruckende Sammlung von Kurzfilmen, die durch verschiedene theatrale Settings, einen poetischen Einsatz von Bild, Körper und Sprache und subjetive Zugänge zum Thema Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft den Horizont im Umgang mit Europäischer Geschichte erweitern. Eine Auswahl wird in Regensburg zu sehen sein, so u.a. der Film „Glück“ von Šejla Kamerić sowie der Film „Comment“ von Herrmann Peseckas und Tommy Schneider. Ein wissenschaftlicher Vortrag von Dr. Alex Ryabchyn (Donetsk National University), organisiert von Prof. Ulf Brunnbauer vom Institut für Ost- und Südosteuropaforschung in Regensburg, eine Einführung von Annemarie Türk und Karin Zimmer sowie Podiumsgespräche mit den Künstlernverschaffen Einblick in Hintergründe und aktuelle Problemlagen im Bereich der Kunst und Politik. Österreich würdigt mit „SHARE“die jahrzehntelangen friedlichen Beziehungen, die es mit Bosnien und Herzegowina unterhält. Regina Hellwig-Schmid: „SHARE bündelt auf eindrucksvolle Weise das künstlerische Potenzial von Bosnien-Herzegowina. Ich freue mich, dass wir unserem Regensburger Publikum eine Auswahl an Filmen zeigen und es ins Gespräch mit deren Autoren bringen können." Ulf Brunnbauer vom Institut für Ost- und Südosteuropaforschung: "Unerwartet kehrte im Erster-Weltkriegs-Gedenkjahr Krieg nach Europa zurück; vieles, was in der Ukraine geschieht, erinnert fatal an die Eskalationsdynamik im ehemaligen Jugoslawien - daher sollten wir fragen, welche Lektionen wir aus dem Kroatien- und Bosnienkrieg ziehen können, um die Wiederholung einer solchen Katastrophe zu verhindern."

Do, 27.11.2014, Kino im Andreasstadel, 18 Uhr:

The view from Eastern Ukraine: challenges and prospects“.

Vortrag von Dr. Alex Ryabchyn, Ukraine

SHARE – Too Much History, MORE Future

Videoedition & Künstlergespräche mit

Šejla Kamerić und Tommy Schneider

Kino im Andreasstadel Regensburg

Eine Veranstaltung in deutscher und englischer Sprache in Zusammenarbeit mit dem Institut für Ost- und Südosteuropaforschung Regensburg und der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien.

Einladungskarte

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