25.09.2020

„All my Rivers“ – Das eine im anderen

Artist in Residence der donumenta präsentiert temporäre Skulptur am Beschlächt

Besucherinnen und Besucher begegnen der spiegelnden Skulptur der ungarischen Künstlerin Eszter Muray Am Beschlächt in der Nähe der Steinernen Brücke in Regensburg. Mit im Bild: Eszter Muray und Regina Hellwig-Schmid vom donumenta e.V. (Foto: Patrizia Schmid-Fellerer)

Sechs spiegelnde Stelen setzen den Gedankenstrom der Flaneure an der Donau in Bewegung: Meinen diese Spiegel mich, die Donau oder das Ufer auf der anderen Seite? – Im Beisein der Künstlerin Eszter Muray enthüllten Regina Hellwig-Schmid und Hans Simon-Pelanda vom donumenta e.V. am 23. September die spiegelnde Skulptur Am Beschlächt.

Die Uferbefestigung zwischen dem Oberen und dem Unteren Wöhrd ist wie dafür geschaffen, unterschiedliche Perspektiven auf den Fluss und die Welt zu spiegeln. Bei ihrem donumenta Artist in Residence-Aufenthalt 2019 konzentrierte sich die ungarische Künstlerin Eszter Muray auf den Fluss, der ihre Heimatstadt Budapest mit Regensburg verbindet. Ein Charakteristikum der Donau in Regensburg beschäftigte die Künstlerin ganz besonders. In Regensburg teilt sich der Fluss in mehrere Flussarme. Vom Beschlächt aus, dem Ort, den Eszter Muray für ihre Skulptur „All my Rivers“ ausgesucht hat, kann man zwei Flussarme sehen, die sehr unterschiedlich sind.

Betrachter mit im Bild

Murays Installation sei darauf ausgelegt, „diese beiden Flussarme mit völlig verschiedenem Fließverhalten, einmal die reißende Donau mit ihren Wirbeln und auf der anderen Seite das Altwasser ins rechte Licht zu rücken, in den Spiegeln sichtbar zu machen,“ sagte Regina Hellwig-Schmid, 1. Vorsitzende und künstlerische Leiterin des donumenta e.V. bei der Enthüllung der spiegelnden Skulptur „All my Rivers“. Mehr noch – auch der Betrachter erscheint in diesem vielschichtigen Bild, das sich in jedem Augenblick neu gestaltet. 

Der Titel „All my Rivers“ bezieht sich auf die vielen unterschiedlichen Formen, in denen die Donau Menschen begegnet und Landschaften gestaltet. Deshalb soll Murays Kunstwerk noch an vielen weiteren Orten entlang der Donau präsentiert werden. Die nächsten Stationen werden Linz, Wien, Budapest und Novi Sad sein.

Eszter Muray studierte in Arnheim (NL), Glasgow (UK) und New York (USA). Sie lebt und arbeitet als Künstlerin und Grafikerin in Budapest und London. „All my Rivers“, Intervention von Eszter Muray im öffentlichen Raum bis 30. November 2020.

 

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