29.09.2020

Schwimmwesten aus Moria symbolisieren Schicksale

Christian Schnurers „Salva Vida – HOTSPOT“ im donumenta ART LAB Gleis 1 / Schauplatz Lesbos aktueller denn je

Foto: Tassilo Letzel

„Salva Vida – HOTSPOT“ heißt die Installation aus Videos und Rettungswesten  des Münchner Künstlers Christian Schnurer im donumenta ART LAB Gleis 1. Sie handelt von den Lebensbedrohungen an den Rändern Europas und spielt – aktueller denn je – auf Lesbos im Flüchtlingslager Moria.

Die Installation im donumenta ART LAB Gleis 1 ist Teil des Projektes „Salva Vida“, einer Kooperation mit der Gemeinde Lesbos. Bei einem Hilfstransport im Januar 2016 importierte der Künstler 4.000 Schwimmwesten von Geflüchteten, um diese an verschiedenen Orten im öffentlichen Raum zu „(de)platzieren“.

„Ich möchte, dass die Zustände, die auf Lesbos herrschten zuhause sichtbar werden“, sagt Schnurer über seine Arbeit. – Angesichts der aktuellen Situation kommentiert der Künstler: „Ich habe Moria und Lesbos im Januar 2016 als einen Ort der Hoffnung erlebt. Danach ist dieser Ort Schritt für Schritt zur Hölle geworden.“ Schnurer beschreibt die Bilder, die jetzt durch die Medien gehen als „das Ergebnis einer zutiefst unchristlichen Abschreckungspolitik der EU.“ Was hier passiert, nennt Schnurer „Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“

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