Artist in Residence-Programm (AiR)

Das Artist in Residence-Programm des donumenta e.V. ist Teil der AiR Platform Danube Region und offen für Künstler*innen aus dem europäischen Donauraum. Bei dem einmonatigen Künstler-Aufenthalt, den der donumenta e.V. anbietet, dreht sich alles um die Frage:

Was erzählt die Geschichte der UNESCO Weltkulturerbestadt Regensburg Menschen, die von außen auf sie blicken und wie kann diese Geschichte für Gegenwart und Zukunft erschlossen und nutzbar gemacht werden? 

Der Aufruf des donumenta e.V. richtet sich jeweils an Künstler*innen, die sich mit Projekten im öffentlichen Raum bereits einen Namen gemacht haben. Das donumenta Artist in Residence-Prinzip sieht für den ersten Aufenthalt intensive Recherchen, Begleitung durch einen Historiker, Zugang zu Archiven vor und erste Arbeitsskizzen vor. Beim Artist Talk stellt der/die Künstler*in seinen/ihren jeweiligen Zugang zu der Welterbestadt vor und diskutiert mit dem Regensburger Publikum erste Projekt-Ideen.

Artist in Residence-Programme in Zeiten von Corona

donumenta: „Kultur lebt vom Austausch“

2018 gründete der donumenta e.V. die Artist in Residence Platform Danube Region. Das Corona-Geschehen der letzten Wochen und Monate hat den Kontakt von Künstler*innen stark eingeschränkt. Doch sei die Begegnung und der Austausch von Künstler*innen aus den Donauländern ebenso wichtig wie die Realisierung von Projekten in anderen Ländern, sagt donumenta-Vorsitzende Regina Hellwig-Schmid. – Júlia Hermann, Leiterin des Artist-in-Residence-Programms der Budapest Gallery in der ungarischen Hauptstadt, hat die Partner der Artist in Residence Platform Danube Region gefragt, wie sie das gemeinsame Projekt in Zeiten von Corona sehen. Regina Hellwig-Schmid äußert sich optimistisch dazu. Sie sagt: „Kultur lebt vom Austausch. Wir werden weitermachen, umsichtig, doch voller Vertrauen.“

Júlia Hermann: Wie denkst Du über unsere Reisegewohnheiten? Was wird sich daran ändern?

Regina Hellwig-Schmid: Hoffentlich nichts. Die Zeiten werden sich wieder ändern und Menschen auf der ganzen Welt werden sich wieder begegnen wollen. – Sicher werden wir im Interesse aller vorsichtiger werden.

Júlia Hermann: Wie wird sich das auf das Artist-in-Residence-Geschehen weltweit auswirken?

Regina Hellwig-Schmid: Im Moment werden wir abwarten müssen, welche Einschränkungen noch kommen, aber im Großen und Ganzen denke ich, dass wir bald wieder zur Normalität zurückkehren werden. Da bin ich mir sicher. Kultur ist international und global und lebt vom Austausch. Wir werden weitermachen, umsichtig, doch voller Vertrauen. Wir müssen darauf achten, dass wir den Künstler*innen in den Artist-in-Residence-Programmen gute Lebens- und Arbeitsbedingungen bieten. Einzelwohnungen mit Küche und Bad … etc.

Júlia Hermann: Wie sollen sich die Künstler*innen verhalten, die sich jetzt für die Programme 2021 bewerben?

Regina Hellwig-Schmid: Ich rate ihnen weiterzumachen, sich zu bewerben und weiter an ihren Kunstwerken, Ideen und Projekten zu arbeiten.Ich bin Optimistin und irgendwie denke ich, dass Künstler*innen und Kunstarbeiter*innen Optimisten sein müssen. Lasst uns gefasst sein, auf das was kommt.

(Regensburg, 26.04.2020)